Am Sonntag spielten mal wieder unsere erste und zweite Mannschaft gleichzeitig. Das lange Herumfeilen an der idealen Aufstellung hat sich gelohnt. Von der Aufstellung her sah es nach einem knappen Mannschaftskampf aus.

Leider starteten wir ziemlich schlecht. Ich machte an Brett 3 den Anfang und verlor einen Bauern ohne Kompensation. Als der zweite Bauer fiel, gab ich in hoffnungsloser Stellung auf. Auch Carsten machte es an Brett 2 kaum besser. Sein Gegner startete früh mit g4, g5, h4 und h5 eine Bauernoffensive gegen den unrochierten König. Carsten fand kein vernünftiges Gegenspiel und verlor. Daniel stand an Brett 5 ebenfalls auf verlorenem Posten. Seine Königsstellung war aufgerissen und sein Gegner übte mit der Dame, zwei Türmen und einem Monsterspringer auf e4 ziemlich großen Druck aus. Glücklicherweise fand er nicht den Gewinn bringenden Durchbruch. Daniel konnte durch ein Qualitätsopfer den Monsterspringer beseitigen und seinerseits einen Monsterspringer auf e5 installieren. Der Druck war neutralisiert und die Partie endete Remis.

Bei einem Rückstand von 0,5:2,5 schöpften wir auf einmal Hoffnung. Denn wir standen an vier Brettern richtig gut. Sascha konnte sich am Damenflügel einen Mehrbauern erarbeiten und zum Sieg verwerten. Jan Eric gelangte an Brett 6 in ein Endspiel mit Läufer und Springer gegen gleichfarbigen Läufer und Springer. Seine Bauern standen alle perfekt, während die Bauern des Gegners alle schwach waren. Als er zwei Bauern mehr hatte, gab sein Gegner auf. Alex drang mit seiner Dame in die gegnerische Stellung ein und eroberte einen Bauern. Danach tauschte er lehrbuchmäßig die Figuren und wickelte in ein Endspiel mit Springer und Mehrbauern gegen Läufer ab. Die Bauern stellte er alle auf die richtige Farbe, sodass der Läufer sie nicht angreifen konnte. Danach verwertete er seinen Mehrbauern zur 3,5:2,5 Führung für uns. Das Spiel war komplett gedreht. Und dann war da noch unsere Geheimwaffe Andreas an Brett 8. Er spielte eine muntere Angriffspartie. Durch ein Qualitätsopfer bekam er einen starken Mattangriff. Der Gegner musste die Qualität und zwei Bauern geben, um nicht matt zu werden. Danach verteidigte er sich zwar noch zäh, aber Andreas ließ sich nicht beirren und schaukelte die Partie souverän nach Hause. 

Damit hatten wir gewonnen und Horsts Niederlage an Brett vier nach 80 Zügen und gefühlten sechs Stunden langem Kampf fiel nicht mehr ins Gewicht.

Dadurch, dass Siebengebirge gegen Welper verloren hat, können wir nicht mehr absteigen. Am 3. Mai endet die Saison. Da empfangen wir den Tabellenletzten aus Wattenscheid. Für Wattenscheid geht es auch um nichts mehr, da sie als Absteiger bereits feststehen. Für beide Mannschaften geht es nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss nach einer durchwachsenen Saison.