Link zur Turnierseite : 1. Mannschaft (NRW-Klasse Gruppe 4)

Unser heutiger Auswärtskampf gegen Bonn-Beuel fand in unserem Spiellokal statt, da in Beuel auch die zweite Mannschaft ein Heimspiel hatte und deren Spiellokal nicht groß genug für zwei Heimkämpfe ist. Die Ausgangslage war eigentlich klar. Beuel und wir standen auf den Tabellenplätzen 3 und 4 und hatten mit dem Aufstieg und Abstieg nichts mehr zu tun. Eigentlich!
Theoretisch konnten wir noch absteigen und auch noch aufsteigen. Das Ligaorakel gab für den Abstieg eine Wahrscheinlichkeit von 0,1% an, für den Aufstieg satte 9%.

Nach der Klatsche neulich gegen Solingen zeigten wir uns gut erholt und konnten heute gegen Porz einen unerwartet hohen 6:2 Sieg einfahren; mit vier Siegen und vier Remisen. Porz ist Tabellenletzter und trat ersatzgeschwächt an. Am ersten und letzten Brett hatten wir deutliche DWZ-Vorteile, sodass wir als Favorit in den Mannschaftskampf gingen.

Los ging es mit einem Blitzremis von Guido am vierten Brett. Er dachte knapp fünf Minuten über das Remisangebot seiner Gegnerin nach, das war in etwa fünf mal so lang, wie die Partie bis dahin dauerte. Dann nahm er es an und nutzte den sonnigen Tag anderweitig.

Heute fuhren wir als Tabellendritter nach Schwelm, um gegen den Tabellenführer anzutreten. Der Blick auf die Wertungszahlen versprach einen ausgeglichenen Mannschaftskampf ohne Favoriten.

Ich hatte es an Brett 5 mit einer WIM zu tun, die mir überraschenderweise bereits nach neun Zügen Remis anbot. Mein forscher Aufbau hatte sie offenbar beeindruckt. Allerdings stand ich meiner Meinung nach eher ausgeglichen und nicht so gut, dass ich unbedingt hätte weiterspielen müssen. Zum einen hatte meine Gegnerin 100 DWZ Punkte mehr als ich und zum anderen stand Martin mit Mehrfigur bereits klar auf Gewinn, sodass ich das Remisangebot annahm.

Nachdem wir in den ersten fünf Spielen ungeschlagen waren und gegen die drei Mannschaften an der Tabellenspitze bereits gespielt hatten, fühlten wir uns als leichter Favorit. Auch das Aufstiegsgespenst ging bereits um. Aber Solingen holte uns heute brutal auf den Boden der Tatsachen zurück und verscheuchte das Aufstiegsgespenst.

Unsere Gegner aus Wattenscheid traten mit drei Ersatzleuten an. An Brett 6 bekam Daniel es mit der Vereinsvorsitzenden Tanja Kraus (DWZ 1700) zu tun. An Brett 7 und 8 hatten Martin und Stefan DWZ-lose Gegner. Dadurch bekamen wir schnell die Favoritenrolle und wurden ihr auch gerecht.

Stefan spielte eine flotte Angriffspartie, drang mit der Dame in die gegnerische Stellung ein, gewann Material und nach etwas mehr als einer Stunde gab der Gegner auf. Kurz darauf hatte Martin an Brett 7 einen ganzen Turm mehr. Allerdings hatte der Gegner dafür Initiative und Martins Springer auf h1 war dem Tode geweiht. Martin musste sich noch lange verteidigen und die Drohungen seines Gegners abwenden, bis er schließlich seinen Materialvorteil zum Sieg führen konnte. Mit 3 Punkten aus 3 Partien ist Martin derzeit unser Topscorer.