Link zur Turnierseite : 1. Mannschaft (NRW-Klasse Gruppe 4)

Nach drei Niederlagen in Folge mussten wir am Sonntag endlich mal wieder gewinnen, um die Abstiegsränge zu verlassen. Unsere Gegner aus dem Siebengebirge stecken ebenfalls im Abstiegskampf und brauchten ebenfalls einen Sieg. Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an. 

Mit Udo an Brett 8 hatten wir einen vollen Punkt eingeplant. Alle anderen Paarungen waren ausgeglichener. Sascha bekam es am ersten Brett mit IM Martin Borriss zu tun. Endlich hatte er mal einen stärkeren Gegner, bei dem er nicht unter Gewinnzwang stand.

Nach weniger als einer Stunde einigte sich Jan Eric mit seinem Gegner an Brett 7 auf Remis. Carsten an Brett 2 und Horst an Brett 4 freuten sich über ihre ersten Weiß-Partien der Saison und kamen gut aus der Eröffnung. Beide erzielten Raumvorteil. Sascha ging energisch am Damenflügel vor, schnappte sich den a-Bauern und ließ dann seinen Freibauern auf der a-Linie laufen. Sein Gegner startete früh einen Königsangriff. Leider war der Königsangriff stärker. Saschas a-Bauer gelangte nur nach a3, als er wegen Matt oder Damenverlust die Hand reichen musste. 

Chris steuerte kurze Zeit später an Brett 6 ein Remis bei. Die Stellung war stets im Gleichgewicht und das Remis nur folgerichtig. Auch Horst musste sich mit Remis begnügen, nachdem seinem Gegner ein Konter im Zentrum gelang, der zum Ausgleich führte.

Ich hatte an Brett 3 meine erste Schwarz-Partie in dieser Saison und ließ mich auf eine Bauernraubvariante ein. Ich vernachlässigte die Entwicklung und versuchte stattdessen, einen zweiten Bauern zu gewinnen. Kurz danach drohte ich, im Angriffswirbel meines Gegners unterzugehen. In einer kritischen Stellung bot ich Damentausch an. Da gleichzeitig sein Läufer und sein wichtiger Zentrumsbauer hingen, tauschte er die Damen. Danach konnte ich mich vom Druck befreien, die Türme tauschen und in ein gewonnenes Endspiel mit Mehrbauern abwickeln, das ich sicher verwerten konnte. Hätte mein Gegner die Damen auf dem Brett behalten und stattdessen den Läufer geopfert, wäre ich verloren gewesen. Ein glücklicher Zittersieg.

Bald darauf konnten auch Udo und Carsten ihre Stellungsvorteile in Siege ummünzen, sodass wir 4,5 Punkte erreichten. Da fiel dann Daniels Niederlage zum Schluss nicht mehr ins Gewicht.

In drei Wochen ist bereits die nächste Runde. Da spielen wir auswärts gegen den Tabellenzweiten aus Krefeld. Um da zu bestehen, benötigen wir noch eine kleine Leistungssteigerung.

 

Am Sonntag mussten wir auswärts gegen den Absteiger aus der NRW-Liga Ennepe-Ruhr-Süd antreten. Unsere Gegner starteten mit einem Unentschieden und einer Niederlage in die Saison und befanden sich auf dem letzten Tabellenplatz. Sie traten mit den ersten acht an, während wir zwei Ersatzspieler benötigten: Alex Kneutgen und unser junges Talent Daniel Weinert.

Unser ausgezeichneter zweiter Platz in der NRW-Klasse bescherte uns einen Stichkampf um den Aufstieg in die NRW-Liga. Wie vor zwei Jahren mussten wir auswärts gegen eine Aachener Mannschaft antreten. Wir traten zwar in starker Besetzung mit drei FM an, aber Aachen war an den ersten sieben Brettern dennoch stärker besetzt als wir, sodass wir nur Außenseiter-Chancen hatten.

Am Sonntag starteten unsere erste, zweite und dritte Mannschaft in die neue Saison. Das machte die Aufstellung etwas kompliziert, da wir direkt im ersten Mannschaftskampf zwei Ersatzspieler benötigten. Glücklicherweise konnte unsere Zweite ebenfalls 4,5:3,5 gewinnen, obwohl Guido und Werner bei uns auf Punktejagd gingen. 

Am letzten Spieltag der NRW-Klasse spielten wir zu Hause gegen den Vorletzten aus Bergneustadt, der bereits als Absteiger feststand. Wir mussten zwar auf viele Stammspieler verzichten, hatten aber mit Guido und Udo zwei Edelreservisten am Start und waren Favorit.

Nach vielen ereignislosen Remisen von Alex, Daniel, Chris, Martin und mir stand es 2,5:2,5. Somit lag es an Sascha und unseren Ersatzspielern, den Sieg sicherzustellen. Udo gewann dann auch recht zügig und sehenswert, siehe Rubrik „Wer sieht es?“. Doch dann wurde es auf einmal wackelig. Sascha hatte zwar lange einen Bauern mehr, aber der war schwach und rückständig. Als Saschas Gegner den Bauern schließlich zurückgewann, entstand ein ausgeglichenes Damenendspiel, das er nicht mehr gewinnen konnte.