In der vorletzten Runde ging es für die dritte Mannschaft gegen Satranc II. Der Mannschaftskampf startete bei wunderbarem Wetter und bester Stimmung in dem sehr schönen Spiellokal unserer Gastgeber im Naturfreundehaus in Köln-West. Für unsere Gegner ging es noch gegen den Abstieg und dies war ihrer Aufstellung anzumerken: Bestbesetzung inklusive der beiden Spitzenbretter, die in der Saison bislang noch gar nicht zum Einsatz gekommen und aus der Türkei angereist waren - rundum begeisternder Einsatz! Wir liefen hingegen ausgedünnt auf: Jonte hatte schon im Vorfeld absagen müssen und Samuel war kurzfristig erkrankt. Zunächst merkte man hierdurch allerdings keinen Unterschied - im Gegenteil: Tim machte am letzten Brett mit seinem Gegner kurzen Prozess und so gingen wir zügig in Führung. Die Freude währte allerdings nicht lange, da Helen und Jonas leider verloren, so dass wir bald schon wieder hinten lagen. Eine halbe Stunde vor der Zeitkontrolle hatte Jan an Brett 3 seinen starken Gegner - er hatte über die bisherige Saison hinweg am Spitzenbrett überzeugend gepunktet - gut im Griff und erzielte in Folge einer fehlerhaften Abwicklung, die sein Gegner gewählt hatte, sogar spürbaren Vorteil. Allerdings war die Zeit knapp, so dass er dem Remisangebot seines Gegners doch zustimmte. Dies war nicht unvernünftig, denn parallel hatte Udo am ersten Brett ein Feuerwerk abgebrannt: Figurenopfer, Qualitätsopfer, Rückgewinn einer Figur und dann ein erneutes Qualitätsopfer führten zu einer Stellung, in der er mit zwei Springern gegen zwei Türme spielte - allerdings bei vier Mehrbauern und totaler Kontrolle der Stellung, so dass der Punkt nicht lange auf sich warten ließ. Damit stand es 2.5:2.5 und es lag an Jörg. Er hatte aus der Eröffnung einen geringen Vorteil erzielt und sicher ausgebaut. Doch rund um den 40. Zug geschah das Unglück. Zunächst ging der Vorteil verloren, dann war die Stellung nach dem nächsten Fehler nicht mehr zu halten. So kamen unsere Gegner zu einem fair erkämpften, aber dennoch schmeichelhaften Sieg mit 3.5:2.5, der ihnen gute Chancen im Abstiegskampf gibt. Wir hingegen sind im Mittelfeld angekommen und spielen nun in der letzten Runde gegen Köln-Südwest II, für die es auch nicht mehr um Auf- oder Abstieg geht. Um so mehr gilt es, die Saison positiv abzuschließen!

In der dritten Runde der Bezirksklasse Ost musste unsere dritte Mannschaft auswärts gegen Porz VII antreten: In dieser Liga eine der Mannschaften mit der besten Durchschnitts-DWZ und mit erklärter Aufsichtsambition, die (wie wir) mit zwei Siegen in die Saison gestartet war. Und unser Gegner hatte sich nicht lumpen lassen und war sehr stark nahe an der Bestbesetzung angetreten, so dass wir gerade an den hinteren drei Brettern nominell deutlich im Hintertreffen waren.

Finale!! In der Schlussrunde waren die Vorzeichen klar: Sieg oder Unentschieden standen dafür, mindestens Platz 2 zu erreichen und aufzusteigen. Eine Niederlage hätte aber unserem Verfolger Ford Köln noch die Möglichkeit eröffnet, an uns vorbeizuziehen. Entsprechend hatte es massive Vorbereitungen gegeben. In Porz kursierten Gerüchte. dass Jonte (Brett 2) und Samuel (Brett 3) schon Wochen vor dem Mannschaftskampf mit dem Studieren aufgehört und sich nur noch aufs Schach konzentriert hatten.

In der ersten Runde ging für die dritte Mannschaft von Niederkassel auswärts zur zweiten Mannschaft aus Kalk-Deutz, gegen die vor zwei Jahren beim damaligen Abstieg in der letzten Runde verloren wurde. In beiden Mannschaften gab es ein paar neue Gesichter, doch auch alte Bekannte und so startete das Spiel in sehr angenehmer Atmosphäre im schönen Spiellokal unserer Gastgeber.

In Runde 3 trat unsere dritte Mannschaft als Tabellenführer gegen die Mannschaft von Brühl IX an, welche nach zwei Runden im Verfolgerfeld auf Platz 4 rangierte. Die Geschichte des Mannschaftskampfs ist dann rasch erzählt: An Brett 5 bot Jonas Gegner früh Remis an, was Jonas stellungsgerecht annahm. Am Nebenbrett gewann in der Zwischenzeit Sina gegen ihren Gegner ohne Weiteres. Daniel hatte als Nächster überzeugend gewonnen, dann folgte Samuel mit einem ebenfalls sicheren Sieg. Udo und Jonte danach brauchten etwas länger, doch hatte nur Jontes Gegner zwischenzeitlich gute Chancen gehabt - letztlich überreizte er dann aber in schwieriger Stellung und musste auch die Segel streichen. So hatten wir einen 0.5 : 5,5 – Auswärtssieg in der Tasche, mit dem mit Blick auf den Rest der Saison ein deutliches Zeichen gesetzt wurde!