Die 2. Mannschaft war mit zwei knappen Siegen aber voller Punktzahl gut in die Saison gestartet. Am vergangenen 2. Adventssonntag ging es auswärts gegen die SF Köln-Mülheim 1 in die 3. Runde. Bei Jochen an Brett 8 kam die fehlende Schachpraxis in den letzten Monaten zutage, so dass er direkt in der Eröffnung einen Springer einstellte. Er kämpfte sich aber zurück in die Partie und konnte schließlich den gegnerischen Turm einsperren, der sich gegen eine Leichtfigur tauschen musste - Remis mit Schwarz. Daniel spielte mit Weiß eine offene und taktische Partie. Er stand lange Zeit besser, ließ dann aber einen Konter des Gegners zu, mit Verlust der Partie. 

Ralfs Gegner hatte sich zunächst Raumvorteil erspielt und konnte zu einem günstigen Zeitpunkt auf g6 opfern. Dies war korrekt und Ralf musste einige Züge später die Hand schütteln. Werner stand mit Weiß an sich angenehm bis vorteilhaft, mit einem Freibauern auf e7. Am Ende musste er sich aber mit Remis begnügen. An Brett 4 spielte Andreas eine eher unspektakuläre Partie. Der Gegner hatte Raumvorteil, aber auch einen schwachen Isolani. Schließlich einigte man sich auf Remis.

Alex spielte zunächst seinen DWZ-Vorteil an Brett 3 aus und stand nach 25-30 Zügen klar besser. Plötzlich übersah er eine gute Möglichkeit - viele Zuschauer im Saal hatten den korrekten Zug bereits vorausgeahnt - und spielte eine schwächere Variante. Das Endspiel, in das er abwickelte, sah zunächst noch leicht vorteilhaft aus. Am Ende war aber mehr als Remis nicht mehr drin. Guido hatte wohl viel Zeit mitgebracht und spielte - entgegen seiner sonstigen Art - eine positionelle Partie mit vielen Figuren-Manövern. Es waren kaum Spielsteine getauscht und das Brett hatte wenig leere Felder. Als er am Schluss nur noch allein spielte, gelang ihm ein Bauerngewinn, nachdem die Stellung des Gegners zusammengebrochen wäre. Die Aufgabe des Gegners kürzte hier das weitere Geschehen ab. 

Christian an 1 stand lange Zeit ausgeglichen oder nur eine Mini-Nuance besser. Mit viel Risiko opferte er plötzlich einen Turm, um dann mit der Dame gegen den gegnerischen König vordringen zu können. Am Ende war sein Freibauer auf der a-Linie nicht mehr aufzuhalten. Dieser Harakiri-Sieg hätte in meinen Augen auch möglicherweise leicht in einer Niederlage enden können, wenn der Gegner in der Phase der Schachgebote nicht immer die Dame, sondern einmal den Läufer dazwischen gezogen hätte. Aber hätte, hätte, Fahrradkette!

So war das Mannschaftsremis besiegelt. Wir bleiben punktgleich mit den Bergischen SF auf Platz 1 der Tabelle. Wenn Alex oder ferner auch Werner in einer Top-Tagesform gewesen wären, wäre auch ein knapper Sieg drin gewesen. Sei es drum. Noch vor der Weihnachtspause geht es in Runde 4 zuhause gegen Grünfeld.