Am 21.12.25 mussten wir zuhause gegen Grünfeld antreten. Der Gegner war, was die mögliche Aufstellung anging, eine Wundertüte. Nachdem die tatsächlichen Auftellungen feststanden, war klar, dass wir favorisiert waren. Pünktlich um 11 Uhr begann der Mannschaftskampf. Nach nicht einmal 15 Minuten führten wir schon mit 1:0. Ich weiß gar nicht, was genau passiert war. Jonathans Gegner hatte wohl die Partie eingestellt. Danach plätscherte der Mannschaftskampf so vor sich hin. Nach etwa 2 Stunden Spielzeit einigten sich kurz hintereinander Brett 1 und 2, Guido und Alex, mit ihren Gegnern auf Remis. Somit führten wir schon 2:1. Dann bot mir mein Gegner in ausgeglichener Stellung Remis an. Ich schaute mir erst einmal die anderen noch laufenden Partien an. An Brett 5, 6 und 8 sah es zumindest ausgeglichen aus. Nur Andreas an Brett 3 stand etwas bedenklich. Er verlor wohl mindestens einen Bauern.

So wartete ich erst einmal noch ab, wie sich das weiter entwickeln würde. Als dann klar wurde, dass der Gegner vom Andreas eine Figur einstellte/opferte, nahm ich das Remisangebot an. Insgeamt sah es zu diesem Zeitpunkt nach einem knappen Sieg für uns aus. Ralf an Brett 5 musste noch einige Hindernisse umschiffen, erreichte dann aber doch ein ausgeglichenes Endspiel, in dem man sich schnell auf Remis einigte. Unsere Nachwuchshoffnung Daniel verstärkte an Brett 6 seinen Druck auf die gegnerische Königsstellung immer weiter. Bei Markus an Brett 8 sah ich jetzt nicht, wie einer der beiden die Partie gewinnen kann. Andreas an Brett 3 hatte zwischenzeitlich den Springer für 2 Bauern zurückgegeben. Wir Kibitze dachten alle, dass dies zum Gewinn, wegen des Freibauern auf c4, reichen sollte. Der Gegner fand jedoch die richtigen Züge, um diesen Bauern zu eliminieren. Jetzt sah das Endapiel doch sehr remislich aus. Dann ging alles plötzlich sehr schnell. Daniel und Markus gewannen ihre Partien. Andreas hätte noch einen Bauern gewinnen können. Selbst dann wäre es wohl Remis geworden mit 4 gegen 3 Bauern am Königsflügel im Turmendspiel. Man einigte sich dann auch auf Unentschieden. So hatten wir den Kampf nach ca. 3 Stunden am Ende doch recht deutlich mit 5,5:2,5 gewonnen. 

Wir sind jetzt "Weihnachtsmeister" und überwintern zum Jahreswechsel an der Tabellenspitze! Am 18.01.26 geht es dann zum starken Verfolger nach Brühl. Mal schauen, was da drin ist.